Die Haftzeit gehört zum konkreten SV-Tarif
Die SV FirmenPolice nennt 12, 18 oder 24 Monate. Allgemeine Ertragsausfallvarianten werden auch mit bis zu 36 Monaten beschrieben; CyberEdge nennt 180 Tage. Vergleichen Sie deshalb die konkrete Tarifvariante und den jeweiligen Auslöser, nicht nur den Anbieternamen.
SV-Ertragsausfall nach einem Sachschaden: Gewinn und laufende Kosten
Die SV-Ertragsausfallversicherung ersetzt im vereinbarten Umfang den entgangenen Betriebsgewinn und weiterlaufende Aufwendungen, beispielsweise Miete und Personal. Voraussetzung ist ein versicherter Auslöser; ein bloßer Umsatzrückgang reicht nicht.
Die Reparatur der beschädigten Betriebseinrichtung und der finanzielle Stillstand sind zwei verschiedene Positionen. Auch nach dem Austausch einer Maschine kann der Wiederanlauf Zeit beanspruchen. Deshalb sollten Inventar- und Ertragsausfallschutz auf denselben Betriebsablauf abgestimmt werden.
Diese Unterlagen machen das SV-Ausfallangebot genauer
Betriebszahlen
Nettoumsatz, Waren- und Materialeinsatz sowie aktuelle Entwicklung zur Ermittlung des Rohertrags.
Wiederanlaufplanung
Lieferzeiten wichtiger Maschinen, Ausweichräume und notwendige Genehmigungen.
Abhängigkeiten
Wichtige Lieferanten, Abnehmer, Cloud-Dienste und die persönliche Mitarbeit des Inhabers.
Wie der Rohertrag für die SV-Ausfallversicherung ermittelt wird
Die SV nennt als Ausgangsrechnung den Jahresnettoumsatz abzüglich Waren- und Materialeinsatz. Daraus ergibt sich der Rohertrag als Grundlage für die Versicherungssumme. Ein Handelsbetrieb und ein personalintensiver Dienstleister können bei gleichem Umsatz sehr unterschiedliche Werte haben.
Eigenes Rechenbeispiel: 900.000 Euro Nettoumsatz minus 350.000 Euro Waren- und Materialeinsatz ergeben 550.000 Euro Jahresrohertrag. Das ist eine Rechengröße für den Deckungsbedarf, kein Versicherungsbeitrag. Wachstum und eine längere Haftzeit müssen zusätzlich in die konkrete Summe eingehen.
SV FirmenPolice: Ertragsausfall für 12, 18 oder 24 Monate
Für die SV FirmenPolice werden Haftzeiten von 12, 18 oder 24 Monaten genannt. Die Produktdarstellung beschreibt außerdem eine beitragsfreie Vorsorge von 33 Prozent sowie Leistungen für provisorische Betriebsfortführung und bestimmte Rückwirkungsschäden. Die konkrete Deklaration legt die Grenzen fest.
Planen Sie die Dauer anhand von Genehmigungen, Lieferfristen und Wiedergewinnung von Kunden. Die allgemeine SV-Ertragsausfallseite nennt darüber hinaus Varianten bis 36 Monate. Diese Angabe darf nicht ungeprüft auf jede FirmenPolice übertragen werden.
SV GewerbeSchutz: 1,2 Millionen Euro Ertragsausfall als Paketgrenze
Der SV GewerbeSchutz richtet sich an Betriebe bis zwei Millionen Euro Jahresnettoumsatz. Die Produktübersicht nennt bis zu 600.000 Euro für Geschäftsinventar und bis zu 1,2 Millionen Euro für Ertragsausfall. Diese Beträge betreffen unterschiedliche Leistungen.
Für einen umsatzstarken Dienstleister kann der Ertragsausfallbedarf hoch sein, obwohl wenig Inventar vorhanden ist. Im Angebot sollten daher Haftzeit und Ertragsausfallsumme einzeln erkennbar sein. Der Wert der Büroausstattung ist keine ausreichende Berechnung für den finanziellen Stillstand.
Feuer, Wasser und Elementargefahren bei der SV passend kombinieren
Für die SV-Ertragsausfallversicherung sind unter anderem Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruchdiebstahl und weitere Elementargefahren vorgesehen. Entscheidend bleibt, welche Gefahren der einzelne Vertrag tatsächlich einschließt.
Wer Kellerlager, sensible Elektronik oder schwer ersetzbare Maschinen nutzt, sollte die möglichen Auslöser konkret benennen. Ein eingeschlossener Feuerschaden bedeutet beispielsweise noch nicht, dass jede Überschwemmung oder jeder technische Defekt denselben Schutz auslöst.
SV CyberSchutz und CyberEdge: IT-Stillstand benötigt den passenden Vertrag
Die SV beschreibt CyberSchutz mit Summen von 100.000 oder 250.000 Euro. Für größere Risiken wird CyberEdge in Zusammenarbeit mit AIG angeboten; genannt werden 300.000 Euro bis fünf Millionen Euro sowie 180 Tage Haftzeit für die Betriebsunterbrechung.
Bei CyberEdge werden Systemausfälle und bestimmte Ausfälle externer IT-Dienstleister als optionale Erweiterungen beschrieben. Ob ein Betrieb ohne Hackerangriff wegen eines technischen Problems stillsteht oder nach einer Sicherheitsverletzung beim Cloud-Anbieter ausfällt, muss deshalb bei der Anfrage unterschieden werden.
Betriebsschließung und Krankheit des Inhabers im SV-Angebot trennen
Die SV beschreibt für bestimmte Betriebe eine zusätzliche Absicherung behördlicher Schließungen nach dem Auftreten bestimmter Krankheitserreger im eigenen Betrieb. Das ist keine allgemeine Deckung sämtlicher behördlicher Maßnahmen.
Erkrankt dagegen die Inhaberin einer Praxis, ohne dass ein versichertes betriebliches Ereignis vorliegt, folgt aus der Sach-Ertragsausfallversicherung keine Leistung. Für diesen Bedarf sollten Praxiskosten, notwendige Vertretung und gewünschte Karenzzeit ausdrücklich als personenbezogenes Ausfallrisiko angefragt werden.
SV-Unterbrechung bei technischen Anlagen und kommunalen Betrieben
Im kommunalen Bereich beschreibt die SV auch spezielle Unterbrechungslösungen in Verbindung mit Maschinen- und Elektronikrisiken. Ein einzelner betroffener Arbeitsplatz oder Anlagenteil kann für den Betriebsablauf entscheidend sein; es muss nicht stets das gesamte Gebäude zerstört werden.
Bei zeitkritischen Anlagen sollten Ersatzbeschaffung und Ausweichmöglichkeiten dokumentiert werden. Mehrkosten für einen Ersatzbetrieb und entgangener Ertrag sind unterschiedliche Berechnungspositionen, die im Angebot miteinander abgestimmt werden sollten.
Den SV-Ausfallschutz mit belastbaren Betriebszahlen anfragen
Ein öffentliches, allgemein übertragbares Beitragsbeispiel für die SV-Ertragsausfallversicherung mit vollständiger Branche, Summe, Haftzeit, Steuer und Eigenanteil liegt nicht vor. Die Deckungsgrenzen von 600.000 oder 1,2 Millionen Euro sind keine Prämien.
Für ein konkretes Angebot werden Betriebsart, Standort, Rohertrag, gewünschte Haftzeit, Gefahren und Schadenverlauf benötigt. Nennen Sie zusätzlich Abhängigkeiten von einzelnen Maschinen, Zulieferern oder IT-Diensten. Damit lässt sich eine passende Ausfalldeckung mit nachvollziehbarem Beitrag berechnen.
SV-Schadenbeispiele: Warum auch kurze Stillstände Geld kosten
4.000 Euro nach Küchenbrand
Die SV schildert einen Restaurantstillstand von Freitag bis Dienstag nach einem Brand an der Dunstabzugshaube. Die Summe beschreibt den Schaden, nicht den Beitrag.
90.000 Euro nach Leitungswasserschaden
Eine irreparabel beschädigte Maschine unterbricht die Produktion mehrere Wochen. Reparaturkosten und wirtschaftlicher Ausfall müssen getrennt abgesichert sein.
Fragen zur SV-Ertragsausfallversicherung im Betriebsalltag
Welche Kosten ersetzt die SV bei versicherter Betriebsunterbrechung?
Die SV-Ertragsausfallversicherung erfasst vereinbarten entgangenen Betriebsgewinn und fortlaufende Kosten. Ein versicherter Auslöser, die vereinbarte Summe und die Haftzeit begrenzen die Leistung.
Sind bei der SV-Ertragsausfallversicherung Umsatz und Summe identisch?
Die SV verwendet den Jahresnettoumsatz abzüglich Waren- und Materialeinsatz als Ausgangspunkt für den Rohertrag. Der volle Umsatz ist deshalb nicht automatisch die passende Ertragsausfallsumme.
Welche Haftzeiten nennt die SV FirmenPolice?
Die SV FirmenPolice beschreibt 12, 18 oder 24 Monate. Eine auf anderen SV-Seiten genannte 36-Monats-Variante darf nur übernommen werden, wenn sie im konkreten Angebot vereinbart wird.
Für welche Betriebsgröße ist der SV GewerbeSchutz vorgesehen?
Der SV GewerbeSchutz richtet sich an Betriebe bis zwei Millionen Euro Jahresnettoumsatz. Für größere oder anders gelagerte Risiken sollte eine passende Firmenlösung geprüft werden.
Was bedeuten 1,2 Millionen Euro im SV GewerbeSchutz?
Die SV nennt damit eine Ertragsausfallgrenze im GewerbeSchutz. Sie ist weder der Jahresbeitrag noch gleichbedeutend mit der gesonderten Inventargrenze von 600.000 Euro.
Sind Rückwirkungsschäden in der SV FirmenPolice ein Thema?
Die SV FirmenPolice beschreibt Ertragsausfälle durch bestimmte Schäden bei Lieferanten und Abnehmern. Welche Betriebe, Gefahren und Entschädigungsgrenzen erfasst sind, muss aus dem angebotenen Umfang hervorgehen.
Löst jeder interne IT-Fehler die SV-Cyberunterbrechung aus?
Bei SV CyberEdge werden interne Systemausfälle als optionaler Bereich beschrieben. Ein technischer Fehler ohne Cyberangriff muss daher ausdrücklich vom vereinbarten Schutz umfasst sein.
Welchen Partner und welche Haftzeit nennt die SV für CyberEdge?
Die SV bietet CyberEdge in Kooperation mit AIG an und beschreibt für die Betriebsunterbrechung 180 Tage Haftzeit. Der vereinbarte Auslöser und mögliche Erweiterungen bleiben entscheidend.
Reicht SV-Ertragsausfallschutz bei Erkrankung des Praxisinhabers?
Die sachschadenbezogene SV-Ertragsausfallversicherung deckt nicht automatisch den krankheitsbedingten Ausfall des Inhabers. Dafür muss eine geeignete personenbezogene Praxisausfall- oder Kostenabsicherung vereinbart werden.
Ist eine SV-Betriebsschließungsdeckung automatisch Pandemieschutz?
Die SV beschreibt eine Zusatzlösung für bestimmte Krankheitserreger im eigenen Betrieb. Daraus folgt keine pauschale Leistung bei jeder flächendeckenden behördlichen Schließung.
Welche Angaben braucht ein SV-Ertragsausfallangebot?
Für die SV-Ausfalldeckung sind vor allem Betriebsart, Standort, Rohertrag, Haftzeit und gewünschte Gefahren wichtig. Besondere Maschinen-, Lieferanten- und IT-Abhängigkeiten sollten zusätzlich genannt werden.