Organpflichten sind im VOLKSWOHL-BUND-Gewerbeschutz gesondert zu behandeln
Die aktuellen prokundo-Betriebshaftpflichtbedingungen mit VOLKSWOHL BUND als Risikoträger nennen einen Ausschluss für Vermögensschäden aus Pflichtverletzungen gegenwärtiger oder früherer Leitungs- und Aufsichtsorgane. Dazu gehören beispielsweise Geschäftsführung, Vorstand und Aufsichtsrat.
Für die Praxis bedeutet das: Der Haftpflichtvertrag des Betriebs und die persönliche Absicherung seiner Leitung müssen anhand ihrer jeweiligen Aufgabe beurteilt werden. Eine hohe Betriebshaftpflichtsumme schafft allein keinen Schutz gegen Organhaftungsansprüche.
Private Haftpflicht für Geschäftsführer ist beim VOLKSWOHL BUND etwas anderes
Im erneuerten prokundo-Gewerbeangebot wird eine private Haftpflicht für den Geschäftsführer und seine Familie als mögliche Ergänzung beschrieben. Sie betrifft private Haftungsrisiken. Die Berufsbezeichnung Geschäftsführer im Angebot macht diesen Baustein nicht zur D&O.
Achten Sie bei einem Vergleich auf die versicherte Funktion: Geht es um ein privates Missgeschick, eine betriebliche Kundenforderung oder um einen persönlichen Vorwurf wegen einer Leitungsentscheidung? Nur die dritte Frage führt unmittelbar zur Managerhaftpflichtprüfung.
VOLKSWOHL-BUND-Geschäftsführerversorgung schützt die Vorsorge
VOLKSWOHL BUND bietet im Bereich PRObAV Lösungen für Geschäftsführer an, unter anderem über die SECUNDA Unterstützungskasse. Diese Angebote betreffen Altersversorgung und gegebenenfalls vereinbarte Arbeitskraftabsicherung.
Ein Unternehmen kann somit bereits umfangreiche Geschäftsführerunterlagen beim VOLKSWOHL BUND besitzen, ohne dass persönliche Haftungsansprüche daraus versichert wären. Sortieren Sie die vorhandenen Verträge nach ihrer Versicherungsart, bevor Sie die D&O-Lücke beurteilen.
Zahlungskontrollen als Beispiel für zusätzlichen D&O-Bedarf
Ein möglicher Fall für die D&O-Prüfung neben VOLKSWOHL-BUND-Verträgen: Nach einer Fehlüberweisung wirft die Gesellschaft ihrem Geschäftsführer vor, keine angemessenen Freigabekontrollen eingerichtet zu haben. Es geht dann um einen persönlichen Leitungsvorwurf und nicht nur um einen Schaden des Betriebs.
Ob tatsächlich eine Pflichtverletzung vorliegt und ob sie versichert ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Dokumentierte Zuständigkeiten, Freigaben und Kontrollabläufe helfen dabei, die Entscheidungssituation nachvollziehbar zu machen. Das Beispiel ist keine Deckungszusage aus der VOLKSWOHL-BUND-Betriebshaftpflicht.
D&O-Angebote für die konkrete VOLKSWOHL-BUND-Kundengesellschaft vergleichen
Für einen ergänzenden D&O-Vergleich zählen Rechtsform, Branche, Umsatz, wirtschaftliche Lage, Beteiligungen und die gewünschten Organfunktionen. Auch ein Gesellschafter-Geschäftsführer sollte seine Beteiligung und weitere Mandate angeben.
Ein eigener aktueller VOLKSWOHL-BUND-D&O-Tarif mit vollständig veröffentlichten Bedingungen und Beitrag ist in den geprüften Produktunterlagen nicht ausgewiesen. Das konkrete Angebot muss deshalb den tatsächlichen Managerhaftpflichtversicherer, die Gesellschaften und die versicherten Personen nennen.
Vorhandene D&O neben VOLKSWOHL BUND auf den heutigen Bedarf abstimmen
VOLKSWOHL-BUND-Kunden sollten vor einem zusätzlichen Abschluss prüfen, ob die Gesellschaft bereits eine Managerhaftpflicht eingerichtet hat. Relevant sind das eigene Mandat, die nutzbare Summe und die Regeln für frühere oder ausgeschiedene Organmitglieder.
Wenn Sie einen ausschließlich persönlichen Vertrag wünschen, nennen Sie dies im Formular. Ein zusätzlicher Abschluss sollte einen klar benannten Bedarf erfüllen, etwa ein weiteres Mandat oder eine individuell verfügbare Deckung, statt nur eine zweite Police mit unklarem Zweck hinzuzufügen.
VOLKSWOHL-BUND-Unterlagen für Geschäftsführer nach ihrem Zweck lesen
PRObAV / SECUNDA
Betriebliche Altersversorgung; keine allgemeine Managerhaftpflicht.
Private Haftpflicht im Gewerbepaket
Privater Schutz des Geschäftsführers und gegebenenfalls seiner Familie.
Zusätzliche D&O
Persönliche Ansprüche aus dem vereinbarten Leitungs- oder Kontrollmandat.
D&O neben VOLKSWOHL BUND: Antworten für Geschäftsführung und Aufsicht
Enthält die prokundo-Betriebshaftpflicht des VOLKSWOHL BUND allgemeine Organhaftung?
Die allgemeine Vermögensschadenklausel der prokundo-Bedingungen mit VOLKSWOHL BUND als Risikoträger schließt bestimmte Pflichtverletzungen aus Leitungs- und Aufsichtsorganen aus. Dafür ist eine eigenständige D&O-Prüfung erforderlich.
Bedeutet private Geschäftsführerhaftpflicht beim VOLKSWOHL BUND automatisch D&O?
Die im prokundo-Gewerbeangebot der VOLKSWOHL BUND Gruppe beschriebene private Haftpflicht betrifft private Risiken. Sie ist von persönlicher Haftung aus der Geschäftsführungsfunktion zu unterscheiden.
Ist VOLKSWOHL-BUND-SECUNDA eine Managerhaftpflicht?
SECUNDA ist im VOLKSWOHL-BUND-Angebot der betrieblichen Altersversorgung zugeordnet. Eine Haftpflichtdeckung für Managemententscheidungen ergibt sich daraus nicht.
Sind ehemalige Geschäftsführer in der VOLKSWOHL-BUND-Haftpflicht automatisch wegen alter Organfehler geschützt?
Der Organhaftungsausschluss der allgemeinen prokundo-Vermögensschadenklausel des VOLKSWOHL BUND nennt auch frühere Funktionen. Für spätere Ansprüche aus alten Amtszeiten sind die Bedingungen einer passenden D&O maßgeblich.
Welche Rolle spielt die Beteiligung eines VOLKSWOHL-BUND-Kunden beim D&O-Angebot?
Ein VOLKSWOHL-BUND-Kunde sollte seine Gesellschafterstellung bei der D&O-Anfrage angeben. Das Angebot muss zur Beteiligungsstruktur, zur Organfunktion und zu den gewünschten Gesellschaften passen.
Welche Daten braucht ein D&O-Vergleich zusätzlich zum VOLKSWOHL-BUND-Gewerbevertrag?
Für D&O neben VOLKSWOHL BUND sind Gesellschaftsdaten, wirtschaftliche Situation, Organmandate und vorhandene Managerpolicen erforderlich. Eine Übersicht der Sachversicherungen allein beschreibt die persönliche Leitungsverantwortung nicht.
Kann man aus VOLKSWOHL-BUND-Gewerbeprämien einen D&O-Preis ableiten?
Die Beiträge einer VOLKSWOHL-BUND-Betriebshaftpflicht oder Geschäftsführerversorgung sind keine D&O-Kalkulation. Für Managerhaftpflicht muss der tatsächliche Versicherer das konkrete Unternehmens- und Mandatsrisiko bewerten.