LVM-Ertragsausfallschutz zahlt zusätzlich zum beschädigten Inventar
Die LVM-Inhaltsversicherung kann um Ertragsausfall ergänzt werden. Nach einem entsprechend versicherten Sachschaden geht es dann neben zerstörten Waren und Geräten um entgangenen Betriebsgewinn und weiterlaufende Kosten. Notwendige Mehrkosten, etwa für Ersatzräume oder Überstunden, können ebenfalls berücksichtigt werden.
Der Zusatz ist ausdrücklich zu vereinbaren. Ein Vertrag, der nur den Betriebsinhalt ersetzt, sichert den anschließenden Umsatzstillstand nicht automatisch im gleichen Umfang ab. Prüfen Sie deshalb, für welche Gefahren Ihr Ertragsausfallschutz tatsächlich besteht.
Zwölf Monate im LVM-Gewerbeschutz: Reicht das für den Wiederanlauf?
Die LVM-Produktbeschreibung zur gewerblichen Inhaltsversicherung nennt eine Ertragsausfallleistung bis zu zwölf Monaten. Auch die zugehörigen Bedingungen sehen zwölf Monate vor, sofern nichts anderes vereinbart ist. Die Zeit beginnt mit dem Sachschaden und läuft daher bereits während Schadenaufnahme, Planung und Wiederbeschaffung.
Für Betriebe mit Spezialmaschinen, langen Lieferzeiten oder aufwendigen Genehmigungen lohnt sich eine gezielte Anfrage nach einer abweichenden Haftzeit. Die tatsächliche Vereinbarung ist entscheidend. Die Reparaturdauer allein kann zu kurz greifen, wenn Kundenaufträge erst später wieder im bisherigen Umfang eingehen.
Landwirtschaftlicher LVM-Ertragsausfall kann bis zu 24 Monate reichen
LVM beschreibt für die Landwirtschaft Ertragsausfallschutz bis zu 24 Monaten. Er ersetzt den ausbleibenden Deckungsbeitrag, also Erlöse abzüglich produktionsabhängiger Kosten. Je nach Schaden können beispielsweise zusätzliche Mietkosten, Tierarztkosten oder Milchgeldverluste hinzukommen.
Die längere Haftzeit muss im Vertrag berücksichtigt sein: Die veröffentlichten landwirtschaftlichen Grundbedingungen setzen ohne abweichende Vereinbarung zwölf Monate an. Auch ein angegliederter gewerblicher Nebenbetrieb ist nur nach besonderer Vereinbarung erfasst. Ein Hofladen oder eine gewerbliche Nebenproduktion sollte deshalb ausdrücklich in die Anfrage aufgenommen werden.
Welche Schäden den LVM-Ertragsausfall auslösen können
Beim sachschadenabhängigen LVM-Ertragsausfall muss eine versicherte Gefahr zur Betriebsunterbrechung oder Beeinträchtigung führen. Dazu können je nach Vereinbarung Feuer, Leitungswasser oder Sturm gehören. Für Überschwemmung und Rückstau ist auf den Schutz gegen weitere Naturgefahren und dessen Verbindung mit dem Ertragsausfall zu achten.
Nicht jede Erweiterung der Inventarversicherung erzeugt automatisch dieselbe Ausfalldeckung. Die gewerblichen Grundbedingungen nehmen beispielsweise bestimmte Ertragsausfälle durch Glasbruch und Transportgefahren aus. Lassen Sie bei betriebswichtiger Technik daher konkret prüfen, welche Ursache den Ersatz von Reparatur und Ertragsverlust auslöst.
LVM-Cyber MeineKlassik: vereinbarte Tagesleistung bei IT-Stillstand
LVM beschreibt für Cyber MeineKlassik wählbare Tagessätze von 250, 500 oder 750 Euro. Sie betreffen die versicherte Ausfallleistung und sind keine Versicherungsbeiträge. Die Cyberbedingungen sehen für diese Variante eine Haftzeit von höchstens sechs Monaten vor; der konkrete Zeitraum steht im Versicherungsschein.
Voraussetzung ist eine versicherte Informationssicherheitsverletzung, die den Betrieb unterbricht oder beeinträchtigt. Für die vereinbarte zeitliche Selbstbeteiligung besteht kein Entschädigungsanspruch. Bei der Auswahl des Tagessatzes sollten Sie deshalb prüfen, welche täglichen Kosten und welcher Gewinn tatsächlich gefährdet sind.
LVM-Cyber MeinPremium: Rohertrag, Bedienfehler und Cloud-Ausfall
Bei Cyber MeinPremium nennt LVM eine Rohertragsabsicherung bis maximal eine Million Euro. Diese Variante kann auch Betriebsunterbrechungen durch Bedien- und Programmierfehler erfassen. Die Produktbeschreibung nennt zusätzlich Cloud-Ausfälle; die Voraussetzungen und Grenzen müssen zum konkret genutzten Dienst passen.
Die Cyberbedingungen sehen für die Premium-Betriebsunterbrechung eine vereinbarte Haftzeit von höchstens zwölf Monaten vor. Entschädigt wird der versicherte tatsächliche Unterbrechungsschaden. Eine Million Euro ist dabei eine mögliche Obergrenze und keine pauschale Zahlung für jeden IT-Ausfall.
Praxisausfall durch Krankheit ist eine andere Absicherung
Die sachschadenabhängige LVM-Ertragsausfallversicherung setzt einen passenden Sachschaden voraus. Wird eine Praxisinhaberin krank, obwohl Räume, Geräte und IT unbeschädigt sind, ist dieser Auslöser damit nicht beschrieben. Auch die LVM-Cyberversicherung deckt keine allgemeine Erkrankung der versicherten Person ab.
Für dieses Risiko sollte eine Praxisausfallversicherung beziehungsweise eine passende Betriebskostenabsicherung geprüft werden. Halten Sie dafür monatliche Fixkosten, mögliche Vertretungskosten und die Zeit fest, die der Betrieb ohne Ihre Mitarbeit überbrücken kann. Ein privates Krankentagegeld und eine Absicherung betrieblicher Kosten erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
LVM-Zusatz Plus übernimmt bestimmte Hausmeister-Vertretungskosten
In der LVM-Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht enthält Plus einen begrenzten Schutz für den Ausfall eines angestellten Hausmeisters. Bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall können Kosten eines externen Dienstleisters für unaufschiebbare Arbeiten bis 3.000 Euro je Fall und 6.000 Euro im Jahr versichert sein.
Vorausgesetzt wird unter anderem ein Hausmeister mit Arbeitsvertrag. Die Leistung ersetzt keine umfassende Ausfallversicherung für Hausmeisterunternehmen, Praxisinhaber oder andere Selbstständige. Für Wohnungseigentümergemeinschaften kann sie jedoch bei der kurzfristigen Organisation einer notwendigen Vertretung relevant sein.
So wird die Anfrage zum LVM-Ausfallschutz aussagekräftig
Für den Vergleich sollten Betriebsart, Versicherungsort, Jahresertrag, weiterlaufende Kosten und gewünschte Haftzeit zusammenpassen. Beschreiben Sie besonders teure oder schwer ersetzbare Maschinen sowie Ihre Abhängigkeit von IT-Dienstleistern. Bei landwirtschaftlichen Betrieben gehören Tierbestand, Flächen und gewerbliche Nebentätigkeiten dazu.
Ein vollständig beschriebenes öffentliches LVM-Beitragsbeispiel für diesen Ausfallschutz steht hier nicht zur Verfügung. Die unten genannten Beträge zeigen Leistungsgrenzen, keine Preise. Mit einer unverbindlichen Angebotsanfrage lässt sich die gewünschte Kombination aus Sach-, Ertragsausfall- und gegebenenfalls persönlichem Ausfallschutz für Ihren Betrieb konkret vergleichen.
LVM-Ausfallschutz: Zeitraum und Leistung im Vergleich
Die Beträge sind Versicherungsleistungen beziehungsweise Deckungsgrenzen. Sie sind keine Monats- oder Jahresbeiträge.
| Lösung | Beschriebene Leistung | Zeitraum und Voraussetzung |
|---|---|---|
| Gewerblicher Ertragsausfall | Versicherter Gewinn und fortlaufende Kosten | Grundsätzlich 12 Monate; nach vereinbartem Sachschaden |
| Landwirtschaftlicher Ertragsausfall | Deckungsbeitragsverlust und versicherte Mehrkosten | Bis 24 Monate vereinbar; Grundbedingungen ohne Abweichung 12 Monate |
| Cyber MeineKlassik | 250, 500 oder 750 Euro als wählbarer Tagessatz | Vereinbarte Haftzeit, maximal 6 Monate; zeitlicher Selbstbehalt beachten |
| Cyber MeinPremium | Rohertragsabsicherung bis maximal 1 Mio. Euro | Vereinbarte Haftzeit, maximal 12 Monate; zeitlicher Selbstbehalt beachten |
| Hausmeisterausfall in Plus | 3.000 Euro je Fall, 6.000 Euro im Jahr für notwendige externe Vertretung | Arbeitsunfähigkeit des angestellten Hausmeisters und weitere Vertragsvoraussetzungen |
Häufige Fragen zur LVM-Ausfallversicherung
Ist Ertragsausfall in jeder LVM-Inhaltsversicherung enthalten?
Der LVM-Ertragsausfallschutz muss vereinbart werden. Prüfen Sie im Versicherungsschein auch die zugehörigen Gefahren: Der Ersatz des Inventars allein belegt noch keine Absicherung des entgangenen Gewinns.
Wann beginnt die Haftzeit beim LVM-Ertragsausfall?
Beim sachschadenabhängigen LVM-Ertragsausfall beginnt die Haftzeit mit Eintritt des Sachschadens. Die gewerblichen Grundbedingungen sehen zwölf Monate vor, soweit keine abweichende Dauer vereinbart ist.
Sind in der LVM-Landwirtschaft automatisch 24 Monate versichert?
LVM bewirbt landwirtschaftlichen Ertragsausfallschutz bis zu 24 Monaten. Die Grundbedingungen sehen ohne andere Vereinbarung zwölf Monate vor. Für 24 Monate muss der konkrete Vertrag diese längere Dauer vorsehen.
Ist ein gewerblicher Nebenbetrieb im LVM-Agrarschutz mitversichert?
Die LVM-Bedingungen verlangen für den Ertragsausfall eines angegliederten gewerblichen Nebenbetriebs eine besondere Vereinbarung. Geben Sie solche Tätigkeiten deshalb ausdrücklich an und lassen Sie den Umfang bestätigen.
Sind 250 Euro bei LVM Cyber MeineKlassik der Versicherungsbeitrag?
Die 250 Euro sind einer der von LVM genannten wählbaren Tagessätze für den Cyber-Ausfallschutz. Weitere Stufen sind 500 und 750 Euro. Daraus lässt sich der zu zahlende Versicherungsbeitrag nicht ableiten.
Was unterscheidet den LVM-Cyber-Ausfallschutz in MeinPremium?
LVM Cyber MeinPremium beschreibt Rohertragsabsicherung bis maximal eine Million Euro sowie zusätzlichen Schutz etwa bei Bedien- und Programmierfehlern. Die vereinbarte Haftzeit kann nach den Bedingungen höchstens zwölf Monate betragen.
Leistet LVM bei jedem Ausfall meiner Cloud?
Die LVM-Produktbeschreibung nennt Cloud-Ausfall als zusätzliche Leistung von Cyber MeinPremium. Maßgeblich bleiben die versicherten Ursachen, Dienste und Grenzen des konkreten Vertrags; eine pauschale Zusage für jeden Verbindungsfehler ergibt sich daraus nicht.
Zahlt die LVM-Ertragsausfallversicherung bei Krankheit des Praxisinhabers?
Der hier beschriebene LVM-Ertragsausfall setzt einen versicherten Sachschaden voraus. Für eine krankheitsbedingte Praxisschließung muss eine darauf ausgerichtete Ausfall- oder Betriebskostenversicherung geprüft werden.
Wie weit reicht der LVM-Schutz beim Hausmeisterausfall?
LVM Plus sieht unter Voraussetzungen bis 3.000 Euro je Fall und 6.000 Euro jährlich für notwendige externe Vertretungsleistungen vor. Gemeint ist der krankheits- oder unfallbedingte Ausfall eines angestellten Hausmeisters, keine allgemeine Betriebsausfallversicherung.