HanseMerkur Premium plus: Nebentätigkeiten bis 22.000 Euro Umsatz
HanseMerkur nennt für allein ausgeübte, ausgewählte Nebentätigkeiten in Premium plus eine Grenze von 22.000 Euro Gesamtumsatz jährlich. Zur Tätigkeitsliste gehören unter anderem Übersetzer, Nachhilfelehrer, Influencer und Podcaster. Ein bestehender anderer Haftpflichtschutz ist dabei zu berücksichtigen.
Für die Entscheidung über eine zusätzliche Berufs-VSH sollte der Kundenauftrag möglichst genau beschrieben sein. Ein Übersetzer kann beispielsweise im Büro seines Auftraggebers eine Sache beschädigen oder durch einen Übersetzungsfehler einen reinen Geldverlust verursachen. Das sind verschiedene Schadenarten, obwohl beide während derselben Nebentätigkeit entstehen.
Übersetzer und Berater: Die HanseMerkur-Berufsnennung allein reicht nicht
Die Premium-plus-Bedingungen von April 2025 enthalten bei reinen Vermögensschäden Ausschlüsse unter anderem für Übersetzung, Beratung, Gutachten und versäumte Fristen. Eine nebenberufliche Tätigkeit kann deshalb grundsätzlich genannt sein, während der finanzielle Fehler in der eigentlichen Dienstleistung nicht unter die allgemeine Vermögensschadenregel fällt.
Eigenes Beispiel: Ein Übersetzer überträgt eine Mengenangabe falsch. Sein gewerblicher Kunde bestellt daraufhin zu viel Material und fordert die Mehrkosten zurück. Für diesen Auftrag sollte eine Berufs-VSH geprüft werden, die den Übersetzungsfehler ausdrücklich erfasst. Eine reine Umsatzgrenze beantwortet diese Deckungsfrage nicht.
HanseMerkur-Diensthaftpflicht: Die vereinbarte Aufgabe ist entscheidend
HanseMerkur bietet die Dienst- und Amtshaftpflicht als Zusatz zu Premium und Premium plus an. Die Bedingungen nennen für reine dienstliche Vermögensschäden 25.000 Euro je Versicherungsfall. Diese Regel hat jedoch eigene Ausschlüsse; sie ist keine umfassende Absicherung sämtlicher Verwaltungsfehler.
Lassen Sie bei einer Anfrage Ihre konkrete dienstliche Aufgabe einordnen. Wer beispielsweise Zahlungen vorbereitet, Fristen überwacht oder zusätzlich Gutachten erstellt, sollte nicht nur den allgemeinen Titel Verwaltungsangestellter angeben. Nennen Sie auch weitere Beschäftigungen und ob diese dienstlich angeordnet sind.
Vom HanseMerkur-Nebentätigkeitsschutz zum eigenen Berufsvertrag
Bei einem wachsenden Nebenberuf sollten Umsatz und Aufgaben regelmäßig mit der bestehenden HanseMerkur-Police abgeglichen werden. Neue Mitarbeiter, zusätzliche Leistungen oder der Wechsel in den Haupterwerb sind geeignete Anlässe, den beruflichen Schutz neu zu ordnen.
Halten Sie für eine VSH-Anfrage fest, welche Arbeit Sie selbst ausführen und was Sie auslagern. Bei Beratung sind auch die Zielgruppe und typische wirtschaftliche Auswirkungen Ihrer Empfehlungen wichtig. Ein konkretes Beispiel aus Ihrem Auftragsalltag hilft, unklare Berufsbezeichnungen zu vermeiden.
Ein VSH-Angebot neben HanseMerkur anhand der Kundenanforderungen auswählen
Für eine allgemeine eigenständige HanseMerkur-Berufs-VSH liegt kein bestätigter öffentlicher Tarif vor. Der passende Vergleich sollte deshalb nach versicherten Leistungen und vertraglichen Anforderungen erfolgen. Private Werbepreise beantworten nicht, was beruflicher Vermögensschutz kostet.
Wenn Ihr Auftraggeber eine bestimmte Deckung verlangt, fügen Sie die entsprechende Klausel Ihrer Anfrage bei. Prüfen Sie anschließend, ob Versicherer, Tätigkeitsumfang und Summe im Angebot mit dem gewünschten Nachweis übereinstimmen. Ein bestehender privater Vertrag kann dabei weiterhin einen eigenen Zweck erfüllen.
Drei Angaben, die eine HanseMerkur-VSH-Anfrage konkret machen
Tatsächliche Dienstleistung
Zum Beispiel Fachübersetzung für Maschinenbaukunden statt nur Büroarbeit.
Wirtschaftliche Auswirkung
Welche Kosten könnten Ihrem Kunden aus einem Fehler entstehen?
Gewünschter Nachweis
Deckungsvorgaben aus Ausschreibung oder Kundenvertrag mit angeben.
Häufige Fragen zu HanseMerkur und beruflichen Vermögensschäden
Welche Nebentätigkeiten berücksichtigt HanseMerkur Premium plus?
HanseMerkur Premium plus nennt eine Auswahl allein ausgeübter Nebentätigkeiten, etwa Nachhilfeunterricht, Übersetzung oder Podcast-Tätigkeit. Die Umsatzgrenze liegt bei 22.000 Euro im Jahr. Ob der konkrete finanzielle Berufsfehler erfasst ist, muss zusätzlich anhand der Bedingungen geprüft werden.
Ist eine falsche Übersetzung durch die HanseMerkur-Privathaftpflicht abgesichert?
Die HanseMerkur-Premium-plus-Bedingungen schließen Übersetzung bei der allgemeinen Deckung reiner Vermögensschäden aus. Für finanzielle Folgen einer fehlerhaften Fachübersetzung sollte deshalb eine passende berufliche VSH angefragt werden.
Wie hoch ist die Vermögensschadensumme in der HanseMerkur-Diensthaftpflicht?
Der HanseMerkur-Zusatztarif nennt 25.000 Euro je Versicherungsfall für reine dienstliche Vermögensschäden. Entscheidend bleiben die versicherte Tätigkeit und die dazugehörigen Ausschlüsse.
Was muss ich bei wachsendem Nebengewerbe HanseMerkur mitteilen?
Gleichen Sie bei der HanseMerkur-Nebentätigkeitsdeckung insbesondere den tatsächlichen Umsatz und die ausgeübten Aufgaben mit dem Vertrag ab. Bei zusätzlichen Tätigkeiten oder Personal sollte der berufliche Versicherungsbedarf neu geprüft werden.
Ist HanseMerkur-Forderungsausfall dasselbe wie eine Berufs-VSH?
Der private Forderungsausfall bei HanseMerkur betrifft einen eigenen Schadenersatzanspruch gegen einen nicht zahlungsfähigen Schädiger. Eine Berufs-VSH befasst sich dagegen mit finanziellen Ansprüchen, die Kunden wegen Ihrer Arbeit gegen Sie erheben.
Was kostet eine berufliche VSH zusätzlich zu HanseMerkur?
Für eine allgemeine HanseMerkur-Berufs-VSH ist kein öffentlich bestätigter Tarifpreis verfügbar. Ein ergänzendes Angebot muss die Dienstleistung, den Umsatz und die benötigte Deckung berücksichtigen. Der Beitrag der Privathaftpflicht lässt sich darauf nicht übertragen.
Muss ich meinen HanseMerkur-Privatvertrag für eine Berufs-VSH kündigen?
Private HanseMerkur-Absicherung und eine berufliche VSH erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Prüfen Sie zuerst den Umfang des neuen Berufsangebots und mögliche Überschneidungen. Eine Kündigung des Privatvertrags ist keine allgemeine Voraussetzung für beruflichen Schutz.